Amalgam



In umfangreichen Untersuchungen wurde auf die Problematik der Bestandteile des Amalgams hingewiesen. Dennoch sollte vor jeder Amalgamentfernung eine sorgfältige Abklärung durchgeführt werden. Nicht jede Migräne, nicht jeder Weichteilrheumatismus kann auf das Amalgam zurückgeführt werden! 

Giftige Amalgambestandteile (Quecksilber, Zinn, Kupfer,Silber) werden aus Zahnfüllungen messbar freigesetzt. Sie werden vom Körper aufgenommen und in verschiedenen Organen abgelagert. Die Amalgambestandteile beeinflussen den Zellstoffwechsel u.a. durch Proteinbindung und Blockade vieler Enzyme und können deshalb viele Symptome und Krankheiten verursachen oder mit verursachen. Das Immunsystem und das Nervensystem werden negativ beeinflusst. In Tierversuchen und In-vitro-Studien wurde gezeigt, dass Quecksilber neuronale Schäden verursachen und zu biochemischen Veränderungen führen kann, die bei der Alzheimer Krankheit vorgefunden werden. Der norwegische Umweltminister Erik Solheim sprach ein Verbot für Quecksilberprodukte aus. Das Verbot trat am 1. Januar 2008 in Kraft und gilt auch für Quecksilber in Zahnmaterialien.
Zudem stellen Quecksilber-haltige Füllungen auch ein ökologisches Problem, denn Quecksilber darf unter keinen Umständen in die freie Natur gelangen. Deshalb werden ausgebohrte Amalgam-Reste und abgesaugte Amalgampartikel von den Zahnärzten in Container gefiltert und speziellen Entsorgungsfirmen zugeführt!

Was in der freien Natur schadet, schadet auch im Mund!

Amalgam kann weder medizinisch, arbeitsmedizinisch noch ökologisch als sicheres Zahnfüllungsmaterial bezeichnet werden.“ (Mutter et al. 2006).
wissenschaftliche Belege:

  • Eine aktuelle und umfassende Literaturstudie des Instituts für Krankenhaushygiene der Universitätsklinik Freiburg kam dagegen zu dem Schluss: ''Aufgrund der Berücksichtigung aller verfügbaren Daten kann Amalgam weder medizinisch, arbeitsmedizinisch noch ökologisch als sicheres Zahnfüllungsmaterial bezeichnet werden.“ (Mutter et al. 2006).
  • Drasch, G. / Schupp, I. / Höfl, H. / Reinke, R. / Roider, G.: Mercury burden of human fetal and infant tissues, In: European Journal of Pediatrics 153 1994, S. 607-610.


Die Entfernung des Amalgams

Die Entfernung erfolgt in angepassten Schritten, je nach Allgemeinsymptomatik und Vorgeschichte des Patienten. Während dem Ausbohren wird Patient und Praxisteam durch verschiedene Massnahmen geschützt. Der Patient erhält zusätzlich noch schützende Begleitmedikationen, um eine belastungsarme Therapie zu gewährleisten.